Vor acht Jahren hatten drei peruanische Musiker einen Traum: Sie wollten Kinder und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen durch Orchesterarbeit fördern und ihnen eine Perspektive geben. Am Anfang standen 20 Plastikblockflöten und viel Enthusiasmus. Im Laufe der Zeit schlossen sich der Idee immer mehr Menschen an. In Trujillos Zentrum konnte so die Musikschule mit Unterrichts- und Probenräumen und zwei Büros entstehen.


Heute zählt die Musikschule Arpegio mit ihren sechs Außenstellen über 300 Schüler. Es gibt drei Orchester – das „Orquesta de Barro“, das „Orquesta B“ und das „Orquesta Sinfónica Infantil Juvenil de Chimbote“, fünf Chöre und zahlreiche Kammermusikensembles. Das „Orquesta de Barro“ (span.: Lehmorchester) hat mehr als 60 Konzerte in ganz Peru gegeben und war 2010 im Rahmen eines Orchesteraustauschs in Berlin zu Gast, wo es sich u. a. in der Berliner Philharmonie präsentiert hat. Sechs der ehemaligen Schüler sind inzwischen als Lehrer angestellt. Sie tragen durch Musikunterricht und Konzerte in der ganzen Stadt die Idee von Arpegio weiter.


Arpegio ist das erste Projekt seiner Art in Peru und wurde für seine Arbeit u. a. vom größten peruanischen Radiosender RPP Noticias mit dem Preis „Integration und Solidarität“ ausgezeichnet, sowie von der Telefónica-Stiftung mit dem Preis „Solidarische Initiativen“ geehrt.